Das Christentum ein Baum mit vielen Ästen! Vielfalt als Gefahr oder Chance?

Das Christentum<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-buelach.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>29</div><div class='bid' style='display:none;'>1351</div><div class='usr' style='display:none;'>11</div>

Anschliessend Kuchenbuffet und Begegnung
Dienstag, 5. November 2019, 19 - 22 Uhr, Kath. Pfarreizentrum, Scheuchzerstr. 3, Bülach
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht bis 1. November 2019
Sekretariat Pfarramt,




Das Christentum

Alle grossen Weltreligionen sind geschichtlich gewachsen, manchmal in langsamer Entwicklung und manchmal in plötzlichem Wildwuchs, manchmal harmonisch und manchmal heftig zerrissen. Deshalb sind sie auch alle durch die Bildung von unterschiedlichen Traditionen geprägt, die mehr oder weniger friedlich miteinander leben (um nur ein paar Beispiele zu nennen: Aschkenasim und Sephardim im Judentum; Sunniten und Schiiten im Islam; Theravada und Mahayana im Buddhismus; usw.).

So ist es auch im Christentum: In verschiedenen Phasen seiner Geschichte hat es Spaltungen, Trennungen, Abzweigungen erlebt, die sich oft auch mit kriegerischen Auseinandersetzungen verknüpft haben. In diesem Sinne kann man vom Christentum als einem Baum mit vielen Ästen sprechen: Manchmal sind es grosse Äste und manchmal sieht es wie ein wildes Gestrüpp aus. Deshalb ist es je nach Entwicklung ab und zu nicht ganz so leicht zu entscheiden, ob gewisse Strömungen sich allzu sehr vom christlichen Grundstock losgelöst haben. Man spricht dann polemisch von Sekten oder von Häresien gegenüber der Orthodoxie, der «richtigen Lehre».

Wie soll man mit solcher Vielfalt umgehen? Ist sie vor allem eine Gefahr, so dass man sich bemühen sollte, wenn möglich wieder eine grosse Einheit herzustellen? Aber wenn diese Einheit zur Einförmigkeit würde, könnte das auch sehr verarmend wirken. Vielfalt kann eine bereichernde Chance sein, aber natürlich nur wenn sie eine versöhnte, respektvolle Vielfalt ist.

Das könnte auch für den interreligiösen Dialog gelten: Ein Gespräch mit einem Katholiken, einem Protestanten und einem Orthodoxen zugleich ergibt für die Andersgläubigen ein lebendigeres Bild des Christentums.


Das Programm

19 Uhr: Vortrag von Pierre Bühler

Pierre Bühler ist emeritierter Professor für Systematische Theologie der Universität Zürich und war Leiter des Instituts für Hermeneutik und Religionsphilosophie.

Anschliessend an den Vortrag laden wir Sie herzlich zu einem Kuchenbuffet ein.

Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten und für ein Projekt der Gruppe Transition-Bülach.


Woche der Religionen, 2. - 10. November 2019

Jedes Jahr in der ersten Novemberwoche hat die Woche der Religionen ihren festen Platz in der interreligiösen Agenda. Rund 150 Veranstaltungen laden jeweils zu Begegnung und Dialog zwischen den in der Schweiz ansässigen Religionen und Kulturen ein. Organisiert wird die Woche vom interreligiösen Netzwerk IRAS COTIS. Mit ihren Angeboten fördert die Woche der Religionen eine offene Haltung gegenüber Andersreligiösen und macht die religiös-kulturelle Vielfalt sichtbar. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zum religiösen Frieden in der Schweiz – ein wertvolles Gut, das immer wieder gemeinsam ausdiskutiert und gefestigt werden muss.

Und ausserdem in der Woche der Religionen…

Es findet schweizweit wieder der Tag der offenen Moschee statt. In Bülach öffnet die albanischen Moschee Bashkësia Islame ihre Türe. Am Samstag, 9. November 2019 von 14 bis 18 Uhr an der Engelwiesstrasse 8 in Bülach. Der Iman von Will, Herr Bekim Alimi steht für Fragen und Erklärungen zur Verfügung

Sie sind herzlich willkommen!


Bereitgestellt: 28.08.2019     Besuche: 30 Monat
 
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