Sekretariat Pfarramt

Gedanken zur Woche

Gedanken zur Woche<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-buelach.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>29</div><div class='bid' style='display:none;'>1189</div><div class='usr' style='display:none;'>11</div>

Sechster Sonntag der Osterzeit

Von Anfang an ist die Kirche Christi verfolgte Kirche, aber zugleich missionarische Kirche. Das gehört zu ihrem Wesen. Sie hat den Geist Christi empfangen, den Geist der Liebe und den Geist der Wahrheit. Sie muss das Empfangene weitergeben, das ist ihr Auftrag.
Jaroslaw Duda,





Eröffnungsvers Vgl. Jes 48, 20

Verkündet es jauchzend, damit man es hört!
Ruft es hinaus bis ans Ende der Erde!
Ruft: Der Herr hat sein Volk befreit. Halleluja.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott,lass uns die österliche Zeit
in herzlicher Freude begehen
und die Auferstehung unseres Herrn preisen,
damit das Ostergeheimnis,
das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,
unser ganzes Leben prägt und verwandelt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Zur 1. Lesung Nach dem Martyrium des Stephanus war gegen die Jüngergemeinde in Jerusalem eine Verfolgung ausgebrochen. Die Gläubigen flohen in die Städte von Judäa und Samaria. Überall, wohin sie kamen, sprachen sie von Jesus, dem gekreuzigten und auferstandenen Messias. In Samaria predigte Philippus, einer der sieben Diakone. Um den Glauben der Neubekehrten zu stärken (um zu „firmen“, könnten wir sagen), kommen aus Jerusalem die Apostel Petrus und Johannes; sie sichern auch die Verbindung dieser Gemeinde mit der Kirche von Jerusalem.

Erste Lesung Apg 8, 5–8.14–17

Petrus und Johannes legten ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist

Lesung aus der Apostelgeschichte.

In jenen Tagen

5 kam Philíppus in die Hauptstadt Samáriens hinab
und verkündete dort Christus.
6 Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philíppus;
sie hörten zu und sahen die Zeichen, die er tat.
7 Denn aus vielen Besessenen
fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus;
auch viele Lahme und Verkrüppelte wurden geheilt.
8 So herrschte große Freude in jener Stadt.
14 Als die Apostel in Jerusalem hörten,
dass Samárien das Wort Gottes angenommen hatte,
schickten sie Petrus und Johannes dorthin.
15 Diese zogen hinab
und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen.
16 Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen;
sie waren nur getauft auf den Namen Jesu, des Herrn.
17 Dann legten sie ihnen die Hände auf
und sie empfingen den Heiligen Geist.

Antwortpsalm Ps 66 (65), 1–3.4–5.6–7.16 u. 20 (Kv: 1)

Kv Jauchzet Gott zu, alle Länder der Erde. – Kv

Oder: Kv Halleluja. – Kv

1 Jauchzt Gott zu, alle Länder der Erde! /
2 Spielt zur Ehre seines Namens! *
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
3 Sagt zu Gott: Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten; *
vor deiner gewaltigen Macht müssen die Feinde sich beugen. – (Kv)
4 Alle Welt bete dich an und singe dein Lob, *
sie lobsinge deinem Namen!
5 Kommt und seht die Taten Gottes! *
Ehrfurcht gebietend ist sein Tun an den Menschen: – (Kv)
6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land, /
sie schreiten zu Fuß durch den Strom; *
dort wollen wir uns über ihn freuen.
7 In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig; /
seine Augen prüfen die Völker. *
Die Aufsässigen können sich gegen ihn nicht erheben. – (Kv)
16 Alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört; *
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
20 Gepriesen sei Gott; /
denn er hat mein Bittgebet nicht unterbunden *
und mir seine Huld nicht entzogen. – Kv

Zur 2. Lesung Der Christ unterscheidet sich vom Heiden darin, dass er Hoffnung und Zukunft hat, und dass er es weiß. Er hat Gemeinschaft mit Christus, dem Auferstandenen. Er soll auch bereit sein, mit ihm und für ihn zu leiden. Er kann ruhig und sicher Rede und Antwort stehen für seinen Glauben.

Zweite Lesung 1 Petr 3, 15–18

Dem Fleisch nach wurde er getötet, aber dem Geist nach lebendig gemacht

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus.

Schwestern und Brüder!

15 Heiligt in eurem Herzen Christus, den Herrn!
Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen,
der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt;
16 antwortet aber bescheiden und ehrfürchtig,
denn ihr habt ein reines Gewissen,
damit jene,
die euren rechtschaffenen Lebenswandel in Christus
in schlechten Ruf bringen,
wegen ihrer Verleumdungen beschämt werden.
17 Denn es ist besser, für gute Taten zu leiden,
wenn es Gottes Wille ist,
als für böse.
18 Denn auch Christus ist der Sünden wegen
ein einziges Mal gestorben,
ein Gerechter für Ungerechte,
damit er euch zu Gott hinführe,
nachdem er dem Fleisch nach zwar getötet,
aber dem Geist nach lebendig gemacht wurde.

Ruf vor dem Evangelium Vers: vgl. Joh 14, 23

Halleluja. Halleluja.

(So spricht der Herr:)

Wer mich liebt, hält mein Wort.
Mein Vater wird ihn lieben und wir werden bei ihm Wohnung nehmen.
Halleluja.

Zum Evangelium Die Liebe, von der Jesus spricht, ist nicht bloßes Gefühl, sondern Tat. Sie ist aber mehr als nur Erfüllung von Pflichten durch uns; Jesus verheißt uns den Heiligen Geist, die Liebe Gottes in Person, die Freude Gottes, die Kraft Gottes. Dem glaubenden und liebenden Menschen verheißt Jesus noch mehr: „Wir“ – Jesus und der Vater – „werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ (14, 23). Göttliche Weite und Fülle wird uns geschenkt, wenn wir bereit sind, die Gabe Gottes anzunehmen.

Evangelium Joh 14, 15–21

Ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

15 Wenn ihr mich liebt,
werdet ihr meine Gebote halten.
16 Und ich werde den Vater bitten
und er wird euch einen anderen Beistand geben,
der für immer bei euch bleiben soll,
17 den Geist der Wahrheit,
den die Welt nicht empfangen kann,
weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt.
Ihr aber kennt ihn,
weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.
18 Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen,
ich komme zu euch.
19 Nur noch kurze Zeit
und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich,
weil ich lebe und auch ihr leben werdet.
20 An jenem Tag werdet ihr erkennen:
Ich bin in meinem Vater,
ihr seid in mir
und ich bin in euch.
21 Wer meine Gebote hat und sie hält,
der ist es, der mich liebt;
wer mich aber liebt,
wird von meinem Vater geliebt werden
und auch ich werde ihn lieben
und mich ihm offenbaren.

Zur Eucharistiefeier Jesus lässt die Seinen nicht allein zurück, wir stehen nicht mit leeren Händen da. Wir haben sein Wort und seine Weisung. Wenn wir sie mitnehmen in unseren Alltag, haben wir den Geist der Wahrheit als Beistand und werden beschenkt mit der Liebe des Vaters.

Gabengebet

Herr und Gott,lass unser Gebet zu dir aufsteigen
und nimm unsere Gaben an.
Reinige uns durch deine Gnade,
damit wir fähig werden,
das Sakrament deiner großen Liebe zu empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Kommunionvers Joh 14, 15–16

So spricht der Herr:
Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.
Ich werde den Vater bitten,
und er wird euch einen anderen Beistand geben,
damit er immer bei euch bleibt. Halleluja.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,du hast uns durch die Auferstehung Christi
neu geschaffen für das ewige Leben.
Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise,
damit das österliche Geheimnis
in uns reiche Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Für den Tag und die Woche

Wir werden nicht die ganze Welt verändern. Aber vielleicht können wir an unserem kleinen Ort, in unserer begrenzten Zeit sinnvoll etwas zum großen Ganzen beitragen. Albert Schweitzer hat einmal gesagt: „Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen.“ Das ist doch ebenso eindrücklich: Alles andere vergeht, Ruhm, Anerkennung, Bücher… Selbst von den sogenannten Heiligen und den großen Gestalten der Geschichte verliert sich doch irgendwann die reale Spur. Aber dass es einen roten Faden der Liebe und damit der Hoffnung auf der Erde gibt, dazu kann jeder und jede einen Beitrag leisten. (Margot Käßmann).
Bereitgestellt: 18.05.2020     Besuche: 117 Monat